Leinölfarben

In Skandinavien wird Leinölfarbe seit dem 17. Jahrhundert verarbeitet. Als sie noch mit der Hand angerührt wurde, gebrauchte man sie hauptsächlich für Kirchen, Herrenhäuser und um wertvolle Möbel zu streichen. Mit Beginn der maschinellen Fertigung entwickelte sich Leinölfarbe neben den traditionellen Schlammfarben zu der meist verarbeiteten Farbe in Skandinavien, bis sie inzwischen durch chemisch aufbereitete Industriefarben weitgehend abgelöst wurde.

Linblå 630

Linblå 630 A 60%

Linblå 630 B 30%

Linblå 630 C 15%

Lingrön 840

Lingrön 840 B 30%

Lingrå 110 B 15%

Lingul 202

Lingul 202 B 30%

Lingul 202 C 15%

Linröd 420

Linterra 404

Das sind die Farbmuster, aus technischen Gründen können die Muster hier vom Original abweichen.
Unsere Leinölfarbe wird auch heute noch nach dem alten Originalrezept hergestellt. Sie besteht nur aus kaltgepresstem Leinöl und Naturpigmenten. Sie enthält keine Lösungsmittel. Unsere Farbträger bestehen aus natürlich gefärbter Erde; sie heißen deshalb Erdpigmente, die fein gemahlen dem Leinöl beigemischt werden.

Leinölfarbe muss in dünnen Schichten 1 bis 2 mal gestrichen werden. So kann die Farbe gut durchtrocknen und hält dann sehr lange. Ein gutes Ergebnis ist nur mit einem guten festen Pinsel oder Kunststoffrolle zu erreichen.
Der Untergrund muss fettfrei und sauber sein. Die Untergrundfeuchtigkeit darf nicht mehr als 15 Prozent betragen. Raum- oder Außenluftfeuchtigkeit sollte unter 70 Prozent liegen. Während direkter Sonneneinstrahlung oder auf sonnenerwärmten Untergründen sollte Leinölfarbe nicht gestrichen werden, weil sich sonst Blasen in der Farbschicht bilden können.

Weil fast alle zu streichenden Untergründe auch nach dem Anstrich noch Inhaltsstoffe abgeben müssen helle Farbtöne für Außenanstriche auf jeden Fall grundiert werden. Leider gibt es noch keine natürlichen Grundierungsprodukte. Aber unsere Grundfarbe kommt mit sanfter Chemie aus und besteht aus kaltgepresstem Leinöl, geruchsfreiem Terpentin und Zinkweiß. Bei dunklen Farbtönen kann man die Grundierung ersetzen, indem man die Originalfarbe mit 10 Prozent Terpentin verdünnt und damit den Vorstrich tätig.
Weitere Anstrich-Ratschläge: Untergrund mit harter Bürste vom Staub reinigen. Glatte Flächen mit feinem Sandpapier anschleifen. Zwei- bis dreimalig dünn mit Leinölfarbe streichen. Den letzten Anstrich vor dem Schlussanstrich mit sehr feinem Sandpapier leicht anschleiffen.
Es gibt Leinölfarben im Handel, die chemische Binde- und Lösemitteln enthalten. Achten Sie also beim Kauf immer auf die Inhaltsangaben!

Eigenschaften: Umweltfreundlich, lösungsmittelfrei, feuchtigkeitsdurchlässig, für jeden Untergrund geeignet
Ergiebigkeit: Gehobelter Untergrund: 10-15 qm
Ungehobelter Untergrund: 8-12 qm
Trockenzeit: 1-2 Tage Innen überstreichbar nach 4 Tagen
Außen überstreichbar nach 5 Tagen Standzeit: Bei guter Verarbeitung etwa 20 Jahre
Haltbarkeit: In geschlossenen Gebinden nahezu unbegrenzt
Lagerung: Vor Frost schützen

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